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Pressefoto gestalten

Pressefoto:
Optimale PR-Bilder gestalten

Nachdem Sie diesen Text gelesen haben, werden Sie nicht zum Profi-Fotograf werden. Doch bei der Auswahl von Bildern für Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften, Geschäftsberichte oder die Öffentlichkeitsarbeit können Sie die Spreu vom Weizen trennen, indem Sie sich mit ein paar grundlegenden Gestaltungsregeln vertraut machen.

Zum Standardrepertoire von Fotoredaktionen und Pressestellen zählen Porträtaufnahmen aller Personen, die ein Unternehmen oder eine Institution in der Öffentlichkeit repräsentieren. Um später bei der Gestaltung des Layouts mehr Spielraum zu haben ist es sinnvoll, diese Porträtfotos in Hoch- und Querformat verfügbar zu haben. Das gilt auch für Aufnahmen des Profils: Da eine Person in Magazinen und Zeitungen niemals direkt "aus der Seite" sehen soll, sondern der Blick in der Regel zum Bug oder zum Text zeigt, ist es sinnvoll, Profilfotos von beiden Seiten zu erstellen. Es ist zwar technische kein Problem, Fotos nachzubearbeiten und zu spiegeln, bei manchen Bildern wird die gespiegelte Variante jedoch "unecht" wirken. Flexibler werden Sie außerdem, wenn Porträtfotos vor neutralem Hintergrund aufgenommen werden. Zusätzlicher Vorteil: Nichts lenkt die Aufmerksamkeit von der Person ab.

Wenn Sie Porträtaufnahmen unter freiem Himmel machen (lassen), achten Sie darauf, dass das Modell nicht blinzelt und Bäume oder Ähnliches keinen unerwünschten Schatten werfen. Interessanter werden Porträts, wenn das Modell verschiedene Körperhaltungen und der Fotograf unterschiedliche Standorte einnehmen.

Inszenierte Portraitfotos

Verwenden Sie Bilder, die mehr als das bloße Aussehen der Person wiedergeben, um Magazine interessanter zu gestalten. Ein Porträt kann regelrecht inszeniert werden. Gegenstände, die als Attribute der Person bewusst ins Bild gerückt werden, transportieren Informationen über Branche, Status und Beruf. Vor allem, wenn ein Foto größer oder mehrspaltig dargestellt wird, sind solche Bilder notwendig. Mit einer sorgfältig arrangierten Halb- oder Ganzkörperaufnahme kann der Grafiker einen Aufmacher oder eine Titelseite gestalten.

Achten Sie bei besonders inszenierten Bildern aber darauf, eindeutige Werbeaussagen und allzu aufdringliche Product Placements zu vermeiden. Das ist gerade dann wichtig, wenn die Fotos für die Pressearbeit zum Einsatz kommen sollen. Bei der Vorstandschefin einer Brauerei wird es in Ordnung sein, wenn im Hintergrund Paletten mit Bierdosen unscharf zu sehen sind. Eine vollständige Abbildung des Logos im vorderen Bereich der Fotografie wird dagegen eher kontraproduktiv sein, da die meisten Journalisten auf diese Art von Pressebildern nicht zurückgreifen werden.

Wichtig: Druckqualität!

Vergessen Sie nicht auf die technischen Details. Legt man als Standardabmessung von Pressebildern eine Bildgröße von 13 x 18 cm zugrunde, so benötigt man eine Bilddatei von mindestens drei Megapixeln, um auf die Druckauflösung von 300 dpi zu kommen. Das entspricht im Farbmodus RGB einer Dateigröße von rund acht bis zehn Megabyte. Wird die Datei im Format JPEG komprimiert, so reduziert sich die tatsächliche Dateigröße auf weniger als ein Megabyte, was auch bei der Versendung via E-Mail kein Problem darstellen sollte.

Bevor Sie jedoch Fotos in Ihren Firmenpublikationen verwenden oder an Journalisten weitergeben, klären Sie noch die rechtlichen Aspekte: Stellen Sie sicher, dass Sie die Nutzungsrechte haben und dass die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen nicht verletzt werden. In der Pressearbeit können Sie den Umfang der Nutzungsrechte auf einen bestimmten Zeitraum einschränken bzw. die Nennung der Quelle und des Urhebers verlangen.

Weiterbildung

Falls Sie für die Medienarbeit Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation verantwortlich sind und die Gestaltung guter Pressebilder für Sie ein Thema ist: Im Seminare "Medienarbeit in der Praxis" der aditorial academy gibt es einen spannenden Gastvortrag eines Pressefotografen zu diesem Thema. Den Link zum aktuellen Programm der aditorial academy finden Sie nachfolgend.

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