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Magazine als Vertriebsraketen
Drei Beispiele aus Deutschland

Kundenmagazine gelten als Königsdisziplin der Unternehmenskommunikation. Sie sollen Image und Glaubwürdigkeit fördern und so einen positiven Einfluss auf das Markenbild ausüben. Immer häufiger werden Kundenzeitschriften aber auch als Vertriebsinstrument eingesetzt, Leser lassen sich damit leichter zu Cross- und Upsellings motivieren und tätigen häufiger Ersatzkäufe. Drei Beispiele aus Deutschland, beschrieben vom "Forum Corporate Publishing":

Beispiel Finanzdienstleister:

Besonders hohe Aufmerksamkeit erzielten Tip-On-Karten am Magazin der deutschen Vermögensberatung: Das Magazin "Der Vermögensberater", dessen Auflage bei 1,4 Millionen Stück liegt, trägt den eingedruckten Absender des örtlichen Vertreters und wird mit einem persönlichen Anschreiben verschickt. In den ersten Tagen nach Erscheinen des Magazins wurden ausgewählte Kunden telefonisch kontaktiert, wobei laut Wirkungsanalyse von TNS Emid 87 Prozent der Leser einen Beratungstermin vereinbarten.

Beispiel Handel:

Ähnlich wie Rewe in Österreich (Frauenmagazin "Maxima") bietet auch Procter & Gamble in seiner deutschen Kundenzeitschrift "for me" Rabattcoupons an. Das Magazin wird zielgruppengenau zugestellt, mit individuellen EAN-Strichcodes lassen sich beim Einscannen in die Kassensysteme wertvolle Daten zum regionalen und individuellen Kaufverhalten gewinnen. Laut Procter & Gamble werden diese Daten zwar noch nicht genutzt, könnten aber in Zukunft - sofern es keine Bedenken betreffend Datenschutz gibt - für Direktmarketing und ähnliches verwendet werden.

Beispiel Informationstechnologie:

"HP Computer News", das Magazin von Hewlett Packard, erscheint seit 15 Jahren. Laut einer aktuellen Befragung nutzen 77 Prozent der Leser die Berichte und Anwenderbeispiele als Entscheidungsgrundlage für konkrete Anschaffungen.

Neue Vertriebskraft erhält Corporate Publishing durch Online-Communities, die immer öfter die Print-Publikationen ergänzen: Onlineforen und Kommentarfunktionen geben den Unternehmen Feedback. Ergänzende Informationen und direkte Kontaktmöglichkeiten zur zuständigen Ansprechperson im Unternehmen unterstützen den Vertrieb komplexer Produkte.

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